Notizen aus der Unterwelt

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Ein Vorschlag zur sinnvollen Nutzung des Winterlochs

November 23rd, 2008 · Beitrag kommentieren · Drucken Drucken

1968 kam ein Film von Sergio Corbucci mit der Musik von Ennio Morricone in die Kinos, der Maßstäbe für die politische Kultur in Deutschland hätte setzen können, wären da nicht die 68er mit ihrem fehlgeleiteten Humanismus gewesen. Der Film heißt im Original “Il Grande Silenzio”, hierzulande besser bekannt unter dem köstlichen Titel “Leichen pflastern seinen Weg”.
Klaus Kinski spielt in diesem Film die Hauptrolle: als Kopfgeldjäger. Er macht Jagd auf Outlaws, die deshalb welche sind, weil sie unverschämterweise nicht Hungers sterben wollen. Der Film könnte heute als Muster dienen, wie man sich am besten der nutzlosen Hartz-IV-Fresser entledigt. Diese Sarrazin-Einkaufsliste oder das Kochen bei stern.tv auf der Grundlage des Hartz-IV-Budgets ist doch Pippi-Kram gegenüber dem, was uns Klaus Kinski in dem folgendem Clip ab Minute 1:16 vorführt. Hilfreich zur Orientierung dafür, wie man eine Jagd auf Hartz-IV-Schmarotzer organisiert, wäre auch das Millionenspiel von Wolfgang Menge, aber ich persönlich finde das Reiten und Jagen im Schnee schöner. Einen geruhsamen Sonntag noch.

http://www.youtube.com/watch?v=hSrCenjrUWc

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Herr Kreutzer ist fassungslos

November 21st, 2008 · Beitrag kommentieren · Drucken Drucken

Herr Kreutzer schreibt:

Herr Merckle hat seinen Platz unter dem Schirm ergattert.

Die Landesbank Baden Württemberg hat, offenbar unter dem Einfluss eindringlicher Bitten des Herrn Öttinger, Hilfe geleistet.
Wie? Das darüber schweigt man sich aus. Das geht den blöden Steuerzahler schließlich auch nichts an. Der kommt muss ja am Ende bloß dafür aufkommen, dass der Gewinn des Herrn Piech nicht auch noch zum Verlust des Herrn Merckle wird.

Hat noch irgendwer an Leerverkäufen mit VW-Aktien Geld verloren?

Muss jetzt nicht die EU-Kommission an die Rampe treten und fordern, dass im Interesse der Gleichbehandlung alle Verluste aus Börsenspekulationen (oberhalb einer Bagatellgrenze von 10 Millionen Euro) von den Landesbanken zu tragen sind?

Und am gleichen Tag im Morgenmagazin denkt ein
SPD-Bundestagsabgeordneter laut darüber nach, dass man zur Haushaltssanierung - statt Neuverschuldung - auch die Renten oder die Hartz-IV-Sätze kürzen könne, aber das würde, so meint er (nicht etwa zu Ungerechtigkeiten und Not, sondern) nur zu stärkerer Verunsicherung der Bevölkerung führen.”

Den Text erhielt ich per Mail, er ist noch nicht auf der Homepage von Egon W. Kreutzer zu finden:

http://www.egon-w-kreutzer.de/

Merckle, der gute Engel aller Kranken in Gestalt von ratiopharm, muß gerettet werden wie einst alle gefallenen Engel gerettet worden sind. Merckle als Fall macht klar, für wen in Deutschland Politik gemacht wird, und wer für die Großbesitzer und ihr Allotria die Zeche bezahlen muß.

Daß dies möglich wurde, dazu bedurfte es eines viele Jahre andauernden Bombardements seitens der Medien, um das moralische Empörungsvermögen der Deutschen wirkungsvoll zu zerbröseln. Bild für diese Auflösung der Moral ist der Abspann von Frontal21, der mich an den klassischen Dracula-Film erinnert, in dem Christopher Lee sich am Ende in Staub auflöst und vom Winde verweht wird.

Zu ratiopharm noch eine persönliche Anmerkung: Als ich vor einem Jahr eine Hautpilzerkrankung mit der Antipilzcreme von ratiopharm “fungizid” behandeln wollte - nach Absprache mit dem Arzt -, war die Folge eine derart heftige Hautreizung, die das Leiden noch verschlimmerte. Der Arzt riet mir dann, ein anderes Produkt einer anderen Firma zu nehmen.

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GOOD MORNING, ALLEN FRÜHLESERN

November 21st, 2008 · Beitrag kommentieren · Drucken Drucken

HIER SIND DIE BEATLES MIT GOOD MORNING, GOOD MORNING.

http://www.youtube.com/watch?v=11XnonLGilE

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Vor einigen Jahren …

November 21st, 2008 · Beitrag kommentieren · Drucken Drucken

… fand in der evangelischen Akademie Loccum eine Seminar über und mit dem Religionsphilosophen Klaus Heinrich statt. Das Thema dieser Veranstaltung lautete: Der Gesellschaft ein Bewußtsein ihrer selbst geben. Die Frage, ob die Gesellschaft dieses Bewußtsein überhaupt haben wolle, blieb unerörtert. Bezieht man sie, die Frage, auf die neoliberalen Akteure einerseits und auf die Auklärung über diese Akteure, dann lautet die Antwort: Es gibt ein starkes Bedürfnis nach Bewußtheit dessen, was derzeit, was seit Jahren abläuft. Diesem Bedürfnis wird, um nur das prominenteste Beispiel zu nennen, von den Nachdenkseiten Rechnung getragen. Zum Bewußtsein meiner selbst gehört, daß ich in der Lage bin, meine Instinktreaktionen, meine erste, unzivilisierte Natur kritisch zu reflektieren. Der mündige Mensch ist der Lage, seine eigenen Fehler zu erkennen, also Fehler sich selbst zuzurechnen, er kann unterscheiden zwischen seinen Projektionen und dem, was er noch lange nicht wirklich verstanden und begriffen hat. Der Mündige ist fähig, sich bei Schuldzuweisungen zu ertappen, zu erkennen, daß letztlich er der Verursacher von Zuständen ist, die er anderen anlasten möchte, um sich zu entlasten.

All das kann man nachlesen, es handelt sich um Wissen und Erkenntnisse, die zum Fundus der Geisteswissenschaften gehören, zu denen auch die Psychoanalyse zu zählen ist. Wenn man nun beobachten muß, wie diejenigen, die im Lande das Sagen haben, Schuld von sich weisen oder diese sich gegenseitig zuschieben - Steinbrück sagt, Schuld an der Bankenkrise sind die Manager; die Manager wiederum schieben die Schuld auf die Politik, das INSM beschuldigt womöglich noch die kleinen Leute, weil sie es sind, die eine hohe Rendite haben wollten, vielleicht liegts auch an den Brötchenessern usw. -, dieses Hin- und Hergeschiebe von Schuld (die Nachdenkseiten geben dafür zahlreiche Beispiele) ist aus der Perspektive der heutzutage möglichen Selbsterkenntnis primitiv, voraufklärerisch, grauenhaft. Und diese Primitiven regieren unser Land, geben als Erkenntnisunterdrücker den Ton an und ihre dümmlichen Parolen aus.

Weisheit und Macht sind selten in der Geschichte im Einklang gewesen. Die Macht der Primitiven: Hatten wir das nicht bereits?

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Wer unter dem Schirm … (Psalm 91,1)

November 19th, 2008 · Beitrag kommentieren · Drucken Drucken

>>Allüberall auf den Tannenspitzen, sieht man Regierer mit Schirmen sitzen.

Es ist ein Aufspannen, allüberall im Lande, so kraftvoll, so entschlossen, so gerecht und so kapital sozial, dass man Frau Merkel glatt mit dem Christkind, Peer Steinbrück mit St. Nikolaus und Michael Glos mit Knecht Ruprecht verwechseln könnte.

Wenn man sich allerdings fragt, wie man in Regierungskreisen auf die Idee gekommen sein mag, Bürgschaften und Kredite des Staates - also die “Zuführung von Liquidität durch die Obrigkeit”
(Nässe von oben) als Schirm zu bezeichnen, überkommt einen das kalte Grausen.

Üblicherweise nennt man es Regen, oder Niederschlag, wenn Flüssigkeit vom Himmel fällt, und man nennt es Starkregen oder Wolkenbruch, wenn wahnsinnig viel Flüssigkeit in kurzer Zeit niedergeht.
Und nun soll der Wolkenbruch “Schirm” heißen?<<

Quelle und mehr:
http://www.egon-w-kreutzer.de/0PaD2008/47.html

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