Ich möchte heute einmal auf den BLOG von ANTIFERENGI hinweisen und ihn selbst zu Wort kommen lassen mit seinem Beitrag:
OHNE WORTE
>>Ich bekomme gerne emails. Einige davon sind richtig toll. Aber es muss entweder an dem Glatzkopf auf der Hauptseite, oder an meiner eigenen Haartracht liegen, dass hie und da auch mal welche dabei sind in denen z.B. folgender Satz steht:
Es ist für mich verständlich daß sich die Arbeitsscheuen gegenseitig helfen ……
Jetzt gibt es ein kleines Problem. Ich bin, (fast hätte ich leider geschrieben ) weder Hart4-Empfänger noch z.Zt. sonst wie arbeitslos. Ganz im Gegenteil. Ich habe einen guten Job, verdiene gut, und mag meine Arbeit. Es ist die Arbeit welche ich in meinem Leben erreichen wollte. Vom Arbeiter zum Ingenieur. Eine Traumkarriere, aufgebaut auf dem eigenen Gehirn, autodidaktischem Können, Abendschulen, zwei Händen, Motivation, und Bereitschaft zu viel Stress und Flexibilität. Das vorzeigbare Zuchtpferd einer Leistungsgesellschaft die mich selber verraten hat. Die zwei mal Arbeitslosigkeit dazwischen, aufgrund der Trägheit bzw. Gier von Unternehmen, für maximal drei Monate, haben Vadder Staat beim ersten Mal nicht mal einen Euro von meinen eigenen Versicherungsbeiträgen gekostet, und wurden mit selbstständigen Arbeiten überlebt. Beim zweiten Mal konnte ich zugunsten meines Sohnes nicht so blöde sein. Jedem, welcher in seiner Traumwelt glaubt, dass er sein Leben lang den gleichen Beruf ausüben kann, erzähle ich gerne etwas darüber was man alles anstellen muss um außerhalb des Beamtentums, dreißig Jahre Arbeitsleben in der Industrie zu überleben, und dabei Mensch bleiben zu können.
Was mir an Positivem möglich war, gönne ich jedem, und noch viel mehr davon, – denn vieles davon war reines Glück. Glück, und gute Chancen, welche jeder andere auch verdient hat. Meine Leistungsbereitschaft hatte nie den Beweggrund gehabt ausschließlich dem eigenen Wohl zu dienen, sondern unterlag auch dem naiven Gedanken an einer Gemeinschaft mit zu wirken. Einer sozialen Gemeinschaft, welche diejenigen auf menschlich verträgliche Art und Weise auffängt, denen das Glück nicht so gut gelaunt entgegen getreten ist wie mir. Ich sehe dass ich mich getäuscht habe. Stattdessen entwickelt sich diese Gesellschaft, zu einer arroganten Gemeinschaft der Gewinner mit Ausleseregeln. Es gibt Tausende von Gründen warum man arbeitslos werden, und es auch bleiben kann. Krankheit, Kinder, menschliche Verpflichtungen, sonstige Probleme, oder der Klassiker, – einfach kein Arbeitsumfeld vorhanden. Ein Großteil der heutigen Hart4-Empfänger sind Menschen wie ich, welche ein halbes Leben und mehr gearbeitet haben, und dann ob ihres Alters für unbrauchbar erklärt wurden. Etwas was uns allen passieren kann, – und auch passieren wird. Keiner, – aber auch wirklich keiner, hat das Recht die Lebensumstände von arbeitslosen Menschen unmenschlich zu beurteilen. Und wenn dabei Menschen sind welche den Faden vollends verlieren, und ganz aus dem jetzt schon nicht mehr vorhandenen sozialen Rahmen kippen, erst recht nicht.
Das es Menschen gibt welche auf Kosten dieser Gemeinschaft sich auf niedrigstem Level, solange es geht, einen faulen Lenz ermöglichen, ist mir durchaus bewusst. Habe ich sogar selber welche kennen gelernt. Genauso wie es diese schwarzen Schafe gibt, gibt es z.B. auch Wirtschaftsleute welche gerade eben ein weltweites Finanzwesen aus purer Gier den Bach hinunter geschickt haben. Was soll ich jetzt sagen? Das alle Banker und sonstigen Finanzleute Verbrecher sind? Dies entspräche der gleichen Logik. Genauso könnte ich alle Kirchenleute unter Generalverdacht stellen, weil einige davon offensichtlich Spaß an kleinen Kindern haben. Auch unter Lehrern gibt es ähnliche Fälle. Ein Kfz-Mechaniker welcher einen Schlauch auswechselt und dafür 5 Mann-Stunden berechnet, reicht jetzt aus um alle KFZ-Mechaniker zu Betrügern zu erklären. Es gibt leider auch immer wieder Eltern welche ihre Kinder misshandeln. Sind alle Eltern jetzt dadurch gewalttätig? <<
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