findet oft ein Forum in der vierteljahreszeitschrift die brücke, welche in saarbrücken erscheint.
http://www.bruecke-saarbruecken.de/
Warum erwähne ich das?
Nun, ein Interview von Eren Güvercin mit Albrecht Müller zum Buch „Meinungsmache“ und zu aktuellen Bezügen wurde von keinem Medium angenommen oder veröffentlicht. Ich verweise auf dieses Interview, weil ich vor Jahren Ähnliches erlebt habe. Keine der üblichen literarischen Zeitschriften hatte eine Rezension von mir über einen Gedichtband von Christa Meier angenommen – mit Ausnahme der BRÜCKE, die in Saarbrücken erscheint, und von NECATI MERT herausgegeben wird.
Hier zunächst das Interview von Eren Güvercin mit Albrecht Müller:
http://erenguevercin.wordpress.com/2009/12/06/die-kombination-aus-lobbyismus-und-systematischer-meinungsmache-gefahrdet-die-demokratie/
Und hier eine Charakterisierung der Zeitschrift DIE BRÜCKE von ihrem Herausgebeber NECATI MERT:
>>Mit Beginn der achtziger Jahre des vorigen Jahrtausends, der neoliberalen Hochtour, begann auch die völkisch nationalistische Ideologie aus der »Reservatio mentalis« herauszubrechen, in die sie wegen Massenvernichtung und Genozid verbannt wurde. »Heidelberger Manifest« hieß das Rückreisedokument, das fünfzehn Hochschullehrer gegen Ende 1981 veröffentlichten und zum Widerstand gegen »die Unterwanderung des deutschen Volkes durch Zuzug von vielen Millionen und ihren Familien, die Überfremdung unserer Sprache, unserer Kultur und unseres Volkstums« aufriefen. Ihnen folgte die exekutive Erklärung: »Deutschland ist kein Einwanderungsland«. Von allen Reaktionen auf diese »vorrevolutionäre« Wende ist bis heute ein einziger publizistischer Bote geblieben: DIE BRÜCKE.
Themen wie Einwanderer und Flüchtlinge, Invasion der Armen, neue Völkerwanderungen, Islamismus und Fundamentalismus in Europa, Rassismus und Apartheid, ethnische Minderheiten und Menschenrechte rücken immer mächtiger in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit. Die Diskussion um diese Themen legt dabei offen, daß die durch die Globalisierung verursachten Defizite im Anpassungsprozeß immer größer werden. Aus einer bisher eher marginal wahrgenommenen Problematik von »Randgruppen« ist ein kompliziertes und konfliktgeladenes gesellschaftliches Problem geworden.
Mit den für die Gesellschaft unbequemen Seiten und Fragen dieses Themenspektrums befaßt sich seit nunmehr 23 Jahren DIE BRÜCKE e.V., »Verein zur Förderung politischer, sozialer und kultureller Verständigung zwischen Mitbürgern deutscher und ausländischer Herkunft«. Mittelpunkt seiner Arbeit ist die Herausgabe der Zeitschrift DIE BRÜCKE, »Forum für antirassistische Politik und Kultur« (bis 1994: »Nachrichten – Meinungen – Kultur für Gleichberechtigung und Völkerverständigung«), die sich in dieser Zeitspanne einen Namen als Diskussionsforum machte. Von Anfang an begleitet sie die Entwicklungen im Themenfeld Migration-Integration, bestellt es mit, dokumentiert die gegensätzlichen Meinungen sowie abwehrenden Reaktionen und versucht, die Debatte mit Entwürfen von neuen Modellen und Utopien zu bereichern. Ein zentraler Standpunkt ist dabei, daß das »Forum« sich den Eingewanderten-Quartieren als Sprachrohr zur Verfügung stellte, die ansonsten im publizistischen Spektrum Deutschlands wenig Gehör fanden.<<
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