feynsinn vom feinsten:
Ich hatte vor über zehn Jahren in meinem Essay “Eine Gesellschaft von Schurken” geschrieben, dass Wissenschaftler ohne Not dem neoliberalen Zeitgeist befördern und ihm zur Seite springen. Hier bestätigt es sich mal wieder. Was ist das für eine Wissenschaft, die behauptet, Arbeit lohne sich nicht, wenn doch das eigentliche Problem im Mangel an Arbeitsplätzen liegt. In Deutschland arbeiten zu lassen, lohne sich nicht, behaupteten eine Menge von Firmen und lassen zum Beispiel Pullover in Polen fertigen oder Handys in Rumänien. Was ist das für eine Wissenschaft, die Arbeitslosigkeit auf einen zu hohen Hartz-IV-Satz zurückführt. Die Arbeitslosen gehen nicht zur Arbeit, weil sie dort zu wenig verdienen, sie gehen nicht zur Arbeit, weil es zu wenig davon gibt.
PS.: Und wenn die Leute keine Arbeit haben oder bekommen, ist es doch sinnvoll, wenn sie sich ihre Tage anderweitig organisieren, ihnen eine Struktur geben, beispielsweise in Seminare gehen, ins Museum, an Diskussionsgruppen teilnehmen, damit sie nicht nur mit ihresgleichen Umgang haben.
Ein sachlicher Beitrag vom Oeffinger:
http://oeffingerfreidenker.com/2010/02/nicht-gefuhrte-debatten.html

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