Notizen aus der Unterwelt

Der kritische Blog von Klaus Baum

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zum thema leistungsgerechtigkeit fällt mir folgendes bild ein:

Februar 25th, 2010 · 1 Kommentar · Beitrag drucken Beitrag drucken

auf diesem bild sind eine reihe von betrieben zu sehen. an den toren und türen dieser betriebe prangen schilder, auf denen steht: zutrittsbeschränkung. nachdem ein teil der leute in die betriebe hineingegangen ist, weisen türsteher den rest der menschen ab, d.h. sie erhalten gar keinen zutritt zu dem ort, an dem sie etwas leisten könnten. und dann tritt die demagogische dumpfbacke auf, die sich selbst einen liberalen nennt, und verkündet seine botschaft von der leistungsgerechtigkeit.

leistungsgerechtigkeit macht erst dann sinn, wenn zuvor die verteilungsgerechtigkeit existiert, die gerechte verteilung von arbeit. zwei beispiele dazu, wie die realität aussieht: vor einigen jahren wurde eine ausstellung “50 jahre documenta” realisiert. als kurator engagierte man einen professor, der ohnehin schon ein einkommen hatte. man suchte keinen qualifizierten mitarbeiter aus der reihe der arbeitslosen.

der geschäftsführer der documenta GmbH verdient im jahr 120.000.– Euro. 90.000 würden auch reichen, und das gäbe eine 2. stelle für einen bescheideneren menschen.

SOLANGE ES KEINE GERECHT VERTEILTE ARBEIT GIBT, SOLLTE WESTERWELLE SEINE DEMAGOGISCHE ARROGANTE FRESSE HALTEN. (mein gott, was bin ich bezüglich meiner wortwahl tief gesunken.)

anmerkung von myhlengeist:

Herr Westerwelle hatte im vergangenen jahr mindestens 70.000 € nebeneinkünfte. Rechnet man das auf eine vollzeitstelle um, kommt man auf einen stundensatz von über 33 €. Die meisten menschen, die ich kenne, würden sich als »anständig bezahlt« fühlen, wenn sie die wenigstens die hälfte davon bekämen. Daran erkennt man, daß herr W. eine maulhure ist – das kann man natürlich auch höflicher ausdrücken: er ist das kasperle, das die sprüchlein derer aufsagt, die einige geldscheine in es hineinstecken.

So könnte man gegen die arbeitslosigkeit vorgehen: jeder h4 empfänger hält im jahr zwei oder drei vorträge bei einer versicherung oder bank, natürlich zum gleichen stundensatz wie W. und schon ist das problem gelöst. Für immer.

Tags: Alltägliches

1 Antwort so far ↓

  • 1 myhlengeyst // Feb 25, 2010 at 10:09 pm

    Herr Westerwelle hatte im vergangenen jahr mindestens 70.000 € nebeneinkünfte. Rechnet man das auf eine vollzeitstelle um, kommt man auf einen stundensatz von über 33 €. Die meisten menschen, die ich kenne, würden sich als »anständig bezahlt« fühlen, wenn sie die wenigstens die hälfte davon bekämen. Daran erkennt man, daß herr W. eine maulhure ist – das kann man natürlich auch höflicher ausdrücken: er ist das kasperle, das die sprüchlein derer aufsagt, die einige geldscheine in es hineinstecken.

    So könnte man gegen die arbeitslosigkeit vorgehen: jeder h4 empfänger hält im jahr zwei oder drei vorträge bei einer versicherung oder bank, natürlich zum gleichen stundensatz wie W. und schon ist das problem gelöst. Für immer.

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