Notizen aus der Unterwelt

Der kritische Blog von Klaus Baum

Notizen aus der Unterwelt header image 2

Hoffmann von Fallersleben, der Verfasser des Textes der Deutschen Nationalhymne, widerspricht Westerwelle: Keiner darf sich mühen und bücken.

Februar 27th, 2010 · Beitrag kommentieren · Beitrag drucken Beitrag drucken

Vom Schlaraffenlande

Kommt, wir wollen uns begeben
jetzo ins Schlaraffenland
seht da ist ein lustig Leben
und das Trauern unbekannt
seht da läßt sich billig zechen
und umsonst recht lustig sein
Milch und Honig fließt in Bächen,
aus den Felsen quillt der Wein

Alle Speisen gut geraten,
und das Finden fällt nicht schwer
Gäns und Enten gehen gebraten
überall im Land umher
Mit dem Messer auf dem Rücken
läuft gebraten jedes Schwein
Oh wie ist es zum entzücken,
Ei, wer möchte dort nicht sein.

Und von Kuchen, Butterwecken,
sind die Zweige voll und schwer
Feigen wachsen in den Hecken,
Ananas im Busch umher
Keiner darf sich mühen und bücken,
alles stellt von selbst sich ein
Oh, wie ist es zum entzücken,
Ei, wer möchte dort nicht sein

Und die Straßen allerorten,
jeder Weg und jede Bahn
sind gebaut aus Zuckertorten,
und Bonbons und Marzipan
Und von Brezeln sind die Brücken,
aufgeführt gar hübsch und fein
Oh, wie ist es zum entzücken,
Ei, wer möchte dort nicht sein

Ja, das mag ein schönes Leben,
und ein herrlich Ländchen sein
Mancher hat sich hinbegeben,
aber keiner kam hinein
ja, und habt ihr keine Flügel,
nie gelangt ihr bis ans Tor
denn es liegt ein breiter Hügel
ganz von Pflaumenmus davor.

Verglichen mit Hoffmann von Fallersleben ist Westerwelle eine humorlose Dumpfbacke und ein übler Demagoge, ein verbohrter Dogmatiker und verbaler Menschenschinder.

Tags: Alltägliches

0 Antworten so far ↓

  • Bisher gibt es keine Kommentare. Bitte anmelden/registrieren und danach Kommentar eingeben.

You must log in to post a comment.